Habe ich wirklich eine Allergie?

Letztens beim Arzt. „Haben Sie Allergien?“ „Ja“, sage ich, „bestimmte Antibiotika vertrage ich nicht. Und Mononatriumglutamat.“ „Wurde das ausgetestet?“ „Nein“, sage ich, „das weiß ich.“ „Dann haben Sie keine Allergie, wenn das nicht ausgetestet wurde“, bekomme ich von einer Sprechstundenhilfe, die halb so alt ist wie ich, zu hören. Ist Ihnen Ähnliches schon passiert? Dann nur ein Tipp: lassen Sie sich nicht verunsichern!

 

Allergien: Auf die Eigenwahrnehmung vertrauen

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente oder Lebensmittelzusatzstoffe allergisch reagieren (Hautrötungen, Atemnot, Ausschläge), dann dürfen Sie darauf vertrauen, dass Sie diese Stoffe nicht vertragen und darum meiden sollten. Das müssen Sie nicht amtlich machen! Niemand MUSS bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe vertragen – man kann diese einfach bequem meiden.

Mononatriumglutamat zum Beispiel gehört zu einem der meist diskutierten Zusatzstoffe in Lebensmitteln, viele Menschen reagieren „allergisch“ darauf, offiziell wird aber NICHT von einer Allergie gesprochen, da Studien dazu den Zusammenhang zwischen dem Stoff und den Reaktionen der Testpersonen nicht eindeutig machten. Doch was nützt das einem Menschen, der, egal ob in Mensa oder Chinarestaurant, körperlich belastende Zustände nach dem Genuss von Mononatriumglutamat bekommt? Seien Sie selbstbewusst! Wenn Sie fest gestellt haben, dass Sie diesen Geschmacksverstärker nicht vertragen, dann fordern Sie Ihr Essen ohne ein. Und wenn das nicht klappt – Restaurant wechseln. Es geht auch ohne!

 

Allergietests: Das große Geschäft

Nicht nur Allergien werden in Frage gestellt, sondern auch die Tests dazu. Eine Zahl zum Nachdenken: zwischen zehn und 20 Millionen Euro Umsatz werden in Deutschland PRO JAHR mit Allergietests gemacht. Diese Zahlen stammen aus einem Spiegel-Bericht. Und ich finde, dass solche Zahlen den Verdacht erzeugen dürfen, dass hier ganz flott gutes Geld verdient wird, mit Menschen, die Hilfe suchen und dann nur Ergebnisse bekommen.

Allergien hat man nun leider nicht nur gegen Nahrungsmittelzusatzstoffe, die sich einfach vermeiden lassen. Immer mehr Menschen leiden unter Pollenallergien, Allergien gegen Insektenstiche oder Hausstaubmilbenallergien. Diese Allergien sind nicht nur extrem belastend, sondern können auch gefährlich sein. Was tun?

Weitere Tipps für Allergiker.